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Zur Geschichte der Mühle im Schlössle gehört auch die Geschichte Ihrer Vorgängerin, der “Oberen Mühle” Diese steht damals im Oberdorf am “Auweiher”. Der Abfluss vom Auweiher wird als natürlicher Antrieb für die Mühle genutzt. Die Wiesen zwischen Auweg, Eichhölzlesweg und Hauptstraße werden um 1830 laut Urkarte als “im Weiher” bezeichnet.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts betreibt Familie Miher die obere Mühle. In den Tauf- und Sterbebüchern wird 1622 vom Tod der Witwe “der oberen Mühle” berichtet.

Ferner kann man aus den Aufschrieben schließen, dass es 1629 noch den Kornmüller Laurenz Mihler gab und dass 1659 Agatha, die Bettelmüllerin, gestorben ist. Dann wird nicht mehr von einer Korn- oder Getreidemühle geschrieben. Was war passiert?
Um dies zu erklären, muss man sich die Aktivitäten der “Besitzer” von Waldstetten - der rechbergischen Herrschaft - etwas genauer anschauen: Die “neue” Mühle im 

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Areal Schlössle wird zur starken Konkurrenz für die “obere” Mühle, da sie aufgrund der besseren Wasserversorgung - Kanal und Mühlweiher - das ganze Jahr über mahlen kann und vermutlich auch eine neuere Technik besitzt. So sind die Tage der oberen Mühle in ihrer Funktion als Getreidemühle gezählt.

Erwähnenswert ist, dass das Wohnhaus der als Betriebsgebäude benutzten neuen Mühle erst 1812 angebaut wird. In diesem Jahr kann die Familie Scheuerle das von ihnen bewirtschaftete Anwesen erwerben. Im selben Jahr wird auch das Backhäusle erstellt.